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Gesundheitsminister Jens Spahn fordert Tanzführerschein ab Juli 2018

Gesundheitsminister Jens Spahn fordert Tanzführerschein ab 2019

01. April 2018, Berlin – Der CDU-Poliker und Gesundheitsminister Jens Spahn (37) fordert ab Juli 2018 einen Tanzführerschein für alle Freizeittänzer, die an keinen Tanzsportclub angegliedert sind. Mit seiner Forderung kommt er einer neuen EU-Richtlinie zuvor, die bereits in Brüssel heiß diskutiert wird.

Grund für das neue Gesetz sind die zahlreichen Schwerverletzten, die aufgrund grober Unachtsamkeit, wie z.B. Tanzen gegen die Tanzrichtung oder Tanzen ohne Sicherheitsschuhe, zu beklagen sind. Alleine 2017 seien 7.800 Personen mit blauen Flecken und breitgetretenen Zehen in die Notkliniken eingeliefert worden. Dies wurde auch von der deutschen Krankenkasse AOK bestätigt.

So sollen alle tanzbegeisterten Personen nur noch eine Tanzfläche betreten dürfen, wenn sie den EU-Tanzführerschein vorweisen können. Dieser ist jeweils für 2 Jahre gültig und muss in der Frist verlängert werden. Für Kontrollen auf der Tanzfläche wird das Personal, also Türsteher und Kellner, verpflichtet.

Der EU-Tanzführerschein wird von der AOK angeboten, so Jens Spahn. In acht Doppelstunden wird das theoretische Wissen vermittelt. Mit einer Abschlusstanz-Prüfung erhält man dann den begehrten Schein. Die Kosten werden bei rund 600 Euro liegen. In Verbindung mit einem Erste-Hilfe-Kurs beim Deutschen Roten Kreuz kann man die Kosten auf 400 Euro senken.

Es wird allerdings eine Ausnahme geben: Alle Tänzer, die Mitglied bei einem Tanzsportclub sind, müssen lediglich die Abschlussprüfung absolvieren, die rund 99 Euro kosten wird. Erste Discotheken denken bereits darüber nach, sich als eingetragener Tanzsportverein zu registrieren, um diesem Gesetz entgegenzuwirken.

Übrigens: Wird man ohne Tanzführerschein auf der Tanzfläche erwischt, droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro und ein zweijähriges Tanzverbot. Der Tanzpunktekatalog wird wie der Punktekatalog für Autofahrer ebenfalls in Flensburg geführt. Ab wieviel Punkten ein lebenslanges Tanzverbot ausgesprochen werden kann wird derzeit noch heiß diskutiert.




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